Südtirols politische Lage!

Das Land Südtirol war immer Brücke zwischen dem Norden und dem Süden, ein wichtiger Mittler zwischen verschiedenen Kultur- und Handelsräumen. Zum Grenzland wurde es nach dem Ersten Weltkrieg, als Tirol nach jahrhunderte langer Zugehörigkeit zu Österreich zweigeteilt wurde. Nach jahrzehntelanger Unterdrückung der deutschen und ladinischen Volksgruppe zur Zeit des Faschismus wurde dem Land südlich des Brenners mit dem Pariser Vertrag von 1946 ein Autonomer Status zuerkannt, dessen volle Verwirklichung allerdings erst nach dem Erlaß des neuen Autonomiestatutes (1972) nach und nach erfolgte. 


Modell auf europäischer Ebene

Diese neue Autonomie sichert mit geeigneten Schutzmaßnahmen das ethnische Überleben der deutschen und ladinischen Sprachgruppe (68 bzw. 4,50 Prozent der Bevölkerung) und gilt diesbezüglich als ein Modell auf europäischer Ebene. Die Auswirkungen in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht kommen im Rahmen der vermehrten Zuständigkeiten des Landes Südtirol allen drei Sprachgruppen im Lande, also auch der italienischen (27,50 Prozent der Bevölkerung), zugute.
Mit dem europäischen Integrationsprozeß und vor allem im Zusammenhang mit dem Inkraftsetzen des Schengener Abkommens werden die staatlichen Grenzen immer weniger spürbar und damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, welche die drei Länder Südtirol, Trentino und das Bundesland Tirol im Rahmen einer Europa-Region vorantreiben, wesentlich erleichtert.
Auf einer Gesamtfläche von 7400 km² siedeln 454.330 Einwohner (Stand 31.12.1997). Die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols wird seit je von den natürlichen Reichtümern des Landes bestimmt. Südtirols Obst und Wein sind von besonderer Güte. 

Der Fremdenverkehr, mit fast 26 Millionen Jahresnächtigungen in insgesamt 213.000 Fremdenbetten ebenfalls ein tragender Pfeiler der Südtiroler Wirtschaft, setzt mehr und mehr auf Qualität. Südtirols Handwerk hat Tradition und immer noch goldenen Boden. Im Dienstleistungsbereich und in der Industrie kommt Südtirol der günstige Standort zwischen den wirtschaftlichen Ballungszentren nördlich und südlich der Alpen zugute.

Der Bauer als Landschaftspfleger

Oberstes Bestreben der Südtiroler Landesregierung ist es, das Land in seiner natürlichen Schönheit und als Lebensraum für seine Bewohner zu erhalten. Ein Drittel der Landesfläche ist spezifisch als Natur- und Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Wie kaum in einem anderen Land des Alpenraumes ist der Südtiroler Bauer seiner Scholle verbunden und damit der beste Landschaftspfleger. Das Land kann im allgemeinen auf eine gute Wirtschaftslage (mit geringer Arbeitslosigkeit) bauen.
Eine Herausforderung für die Zukunft ist die ständig steigende Verkehrsbelastung, insbesondere des Gütertransits über die Brennerquote. Die allgemein hohe Lebensqualität, die sowohl Einheimischen wie Gästen zugute kommt, gilt es, auf Dauer zu bewahren.

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